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  • nadjapeuckert

Mein Studium und ICH

... Rückblick & Resümee


Vor ungefähr sechs Jahren entschied ich mich dazu, meinem Traum nachzugehen und zu studieren.


Ich habe mich an der FernUniversität in Hagen beworben, wurde immatrikuliert und fing an, Bildungswissenschaft in Teilzeit zu studieren.


Als ich zu studieren begann, war mein erstes Kind beinahe fünf und mein zweites gerade einmal zwei Jahre alt. Ich wusste nicht genau, wie es gehen soll und ob es überhaupt funktioniert - nur eines ganz genau „Wenn ich jetzt nicht anfange, dann mach ich es nie!“ und so ließ ich mich auf diesen ungewissen Prozess ein.


Immer wieder plagten mich auf meinem Weg Zweifel, ob ich den Anforderungen gerecht werden kann. Ich arbeitete Studienbrief für Studienbrief durch, schrieb Zusammenfassungen, Lernkarten usw., versuchte mich selbst zu organisieren und eine Vorgehensweise zu finden, die zu mir und in mein Familien- und Berufsleben passte.


Ich lernte in allen möglichen und unmöglichen Situationen meines Lebens als Beifahrerin beim Autofahren, in den Pausen, auf der Toilette, auf dem Spielplatz oder im Geiste beim Einkaufen - das Lernen war allgegenwärtig.


Viele Erfahrungen durfte ich in meinem Studium zum ersten Mal machen: das erste online - Seminar, das erste online - Referat ... Platons Höhengleichnis ist deshalb so gut in meinem Gedächtnis verankert! ;)


... oh und meine virtuellen Lerngruppentreffen. Ohne meine Lerngruppen und den Austausch mit anderen Kommiliton*innen wäre das Lernen nur halb so effektiv und fröhlich gewesen: Von Herzen DANKE :D

Vor meiner ersten Prüfung hatte ich so viel Panik, dass ich drohte vom Stuhl zu fallen, bevor ich nur ein Wort zu Papier gebracht hatte.


Ich schrieb meine allererste Prüfung am 05.09.2017 an der Technischen Universität in Berlin in einem großen Hörsaal. Ich war von allem so überwältigt.


Nach der Abgabe weinte ich mich erstmal aus als der Stress der vergangenen Zeit von mir abfiel und ich fest davon überzeugt war, nicht zu bestehen.


Das Warten auf das Ergebnis dauerte ewig… dann bestand ich mit einer 1,3. Ich freute mich riesig, aber beruhigt war ich noch lange nicht - war vielleicht Zufall, kann nicht immer so gut sein, wie soll ich das halten ... lauter komische Gedanken!


So belegte ich ein Modul nach dem anderen und mit dem erfolgreichen Abschluss eines jeden Semesters legte sich nach und nach auch meine Panik. Gleichzeitig wuchs mein Vertrauen in mir selbst um so mehr.


Ganz allein hätte ich das Studium so allerdings nicht geschafft - mein Studium war eine Familienleistung und ich wurde stets von meinen Menschen in meinem Umfeld unterstützt und gepushed: Mein DANK gilt allen lieben Menschen für ihre aufbauenden und motivierenden Worte, aber vor allem meinem Mann und meiner Mutter, die stets und ständig für mich da waren und meinen Kindern, die mit einer studierenden und berufstätigen Mutter aufwachsen.


Anfangs schrieb ich also Klausuren, später Hausarbeiten ... ich recherchierte und schrieb nun morgens, mittags und abends ... somit saß ich gefühlt immer, wenn ich Luft dafür hatte, an meinem Laptop mit einem Stapel Bücher um mich herum.


Ich habe meine Grenzen kennengelernt und sie mehrmals überschritten. Ich habe mich darauf eingelassen, dies zu akzeptieren, um stets wieder aufzustehen und weiter zu machen.


Ich habe mich auf etwas eingelassen, wo das Ende am Anfang ungewiss war. Auch musste und konnte ich mich nach und nach von meinem Anspruch lösen, dass ich nur perfekt bin, wenn ich alles 100 % mache… Nein, ich bin perfekt, so wie ich bin!


Mir hat es geholfen, dass ich mir sagen konnte: „Niemand zwingt mich dazu, dies zu tun, ich tue es nur für mich!“


In jedem Semester gab es Höhen und Tiefen und ich habe sie alle gemeistert!


Ob Schwangerschaft, Geburt, Krankheiten, Todesfälle, Corona, Quarantäne - das Studium lief immer mit und wurde mir mehr ein Anker als eine Last in allen guten und schweren Zeiten.


Zuerst wollte ich mit der Geburt meines dritten Kindes eine Studienpause eingehen, aber es hat alles super funktioniert: Das Studieren passte zu mir und meinem Leben. Es bereitete mir Freude und Ablenkung.


Für mich war das Studieren immer eine Möglichkeit, mich ein wenig aus dem turbulenten Alltag auszuklinken - etwas zu tun, was ich nur für mich tue.


Doch was war es nun, was mich dazu gebracht hat, an meinem Ziel festzuhalten, nicht aufzugeben und alle Strapazen durchzustehen? Es war meine Vision, in der ich mein Zertifikat in den Händen halte und etwas geschafft habe, was ich mir schon immer gewünscht habe: Ich wollte schon immer studieren! Mit dem Fernstudium konnte ich mir diesen Traum erfüllen!


Das Schreiben meiner Abschlussarbeit war nochmal auf eine andere Art und Weise harte Arbeit, denn diese schrieb ich in meiner vollen Selbstständigkeit während und nach einer arbeitsintensiven Zeit. Ich legte viel Kraft und Energie in die Erarbeitung, die sich gelohnt hat: Ein erstaunliches Ergebnis, auf das ich noch eine extra Portion zusätzlich stolz sein kann. Meine Bachelorthesis kann sogar auf der Homepage des Lehrgebiets der Erwachsenen- und Weiterbildung der FernUniversität in Hagen von allen Interessierten gelesen werden.





Ich habe in diesem Studium nicht nur einen Bildungsabschluss erreicht, sondern mich auch selbst weiterentwickelt und zu mir selbst gefunden.


Und nun möchte ich im pädagogischen Bereich im Rahmen meiner Selbstständigkeit weiterhin etwas Bewirken, mein Wissen weitergeben, mich noch weiter entwickeln und tun, was mir Spaß macht.


Allerdings wird mein Weg als Studentin an dieser Stelle nicht enden. Ich werde weitermachen - vielleicht langsamer, ruhiger und achtsamer, aber ich möchte nicht aufhören. Ich möchte mich weiter mit Themen beschäftigen, die mich interessieren…


Auf meinem Account auf Instagram nehme ich Sie und dich weiterhin auf meinem Weg der beruflichen Selbstständigkeit und meines Studiums mit.


Gern stehe ich zur Beantwortung von spezifischen Fragen zur Verfügung!


Auf allen Wegen wünsche ich Ihnen und dir alles Gute und viel Erfolg bei allen Vorhaben!


Herzliche Grüße


Nadja Peuckert











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